Zwischen Rathaus und Eremitage
Studenten messen Ozon an verschiedenen Standorten
BAYREUTH
Studenten der Geoökologie haben sich im Rahmen eines Praktikums
zur atmosphärischen Chemie etwas Besonderes vorgenommen:
Mit verschiedenen Methoden wollen sie an unterschiedlichen Standorten
in der Stadt ab Anfang Juni bis Mitte Juli die Konzentrationen
an Ozon und seinen Vorläufern bestimmen.
Der Hintergrund: Auch wenn die veröffentlichten Ozonwerte
beim Laien oft den Eindruck hinterlassen, daß sie über
einen größeren Raum relativ konstant sind, können
je nach Standort auch innerhalb einer Stadt zur gleichen Zeit
deutliche Unterschiede festgestellt werden. Dies hängt einmal
damit zusammen, daß die Auf- und Abbauprozesse von Ozon
stark vom Verkehrsaufkommen beeinflußt werden (siehe Interview).
Zum anderen wird der Luftaustausch durch die Bebauung beeinflußt.
Direkt an stark befahrenen Straßen werden im allgemeinen
niedrigere Ozonkonzentrationen gemessen als in weniger befahrenen
Straßen oder in höheren Stockwerken.
Deshalb führen die Studenten Messungen an drei Standorten
durch: Als Beispiel für einen Standort mit viel Verkehr
wurde der Wittelsbacherring ausgewählt. Dort werden Ozon
und dessen Vorläufer im Meßcontainer des Landesamtes
für Umweltschutz (LfU) gemessen.
Aufschluß über kleinräumige Unterschiede zu den
Ozonkonzentrationen direkt an der Straße sollen Messungen
auf der Dachterrasse des Rathauses geben. Um Werte in einem städtischen
Reinluftgebiet zu gewinnen, stellt das LfU für die Dauer
des Praktikums einen Meßcontainer in der Eremitage auf.
Organisiert wird das Praktikum von Dr. Otto Klemm, Privatdozent
am Bayreuther Institut für Terrestrische Ökosystemforschung
(BITÖK) der Universität Bayreuth. Es wird in Zusammenarbeit
mit dem LfU und der Stadt Bayreuth durchgeführt.
nk
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